Mein Weg nach Santiago de Compostela
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29.5

Erstaunlich ruhig war die NAcht, ich brauchte nicht einmal diese Ohrendingens. Obwohl es auch ein Raum war und darin ca. 50 Menschen waren. Nach einem guten Fruehstueck ging ich los, es regnete nicht einmal! Ich entschied mich heute an der Strasse entlag zu laufen, auch wenn das nicht der offizielle Camino war. Aber durch den Regen der vergangenen Tagen hat aus dem Weg einen Matschweg gemacht. Heute wollte ich nach Samos, dort ist ein Kloster und das interessiert mich wirklich sehr. Es waren ca. 19 km bis dorthin. Schwarze Wolken zogen auf und es fing wieder an zu regnen. Ich mochte das nicht mehr und will Sonne und waerme. Mein Rucksack ist nass und ein paar Sachen von mir, die werden ueberhaput nicht mehr trocken. Ich muss schnell von den Bergen weg, denn ich hatte das Gefuehl die Wolken sammelten sich an den Bergen. So lief ich schneller und nach einer halben Stunde hoerte es tatsaechlich auf zu regnen.

Ich kam nach Tricastela und lief an einer Kirch vorbei. Diese sah von aussen sehr schoen aus und ich ging hinein. Bekannte Gesichter kamen mir entgegen, der Bundeswehrsoldat und seine Frau. Sie bedankten sich nochmals fuer die Nudeln, die ich mit ihnen teilte. Der Pfarrer der Kirche war auch da und begruesste mich mit Handschlag, ein sehr netter Empfang. Ich blieb kurz n der Kirch und schaute mir alles an und wollte anschliessend wieder gehen. Da kam der Pfarrer nochmal auf ich zu und bat mich mit zu kommen. Wohin wusste ich nicht und warum auch nicht. Am Altar ging es vor in die Sakristei,dort gab er mir einen Zettel mit einer Geschichte zum Jakobsweg - Guende warum man diesen Weg macht. So wie ich es verstanden hatte, hat er es selbst geschrieben. Ich bedankte mich bei ihm und er scheuchte mich aus der Kirche. Ich begegnete Anja aus Claw wieder, sie war gestern in der gleichen Herberge wie ich. Wir unterhieten uns kurz, gingen aber dann wieder auseinander. AUch sie wollte nach Samos. Das Wetter besserte sich und die Sonne kam raus, jedoch blieb es kalt und windig. Mir bereitete das Laufen heute irgendwie Schwierigkeiten. Ich denke es lag daran, dass ich heute keine Bars aufgesucht hatte. An einer Bruecke machte ich Pause und traf Anja wieder. Sie ist erst vor ein paar Tagen gestartet und sie wirkte auf mich irgendwie erledigt. Versuchte sie ein wenig aufzumundern und wir gingen das letzte Stueck nach Samos gemeinsam. Da die Herberge erst um 15 Uhr auf machte, lud ich Anja auf einen Kaffee ein.

Ab 15 Uhr ging das Tor zur Herberge auf. Ein Seitengebaeude des Klosters, vielleicht war das frueher eine Garage. Hier haben ca. 80 Menschen platz und der Raum war sehr kalt und feucht. Na prima, eigentlich hatte ich seid meiner Erfahrung in Santo Doming den Klosterherbergen abgeschworen aber hier hatte ich keine andere Wahl. Ich entschied mich fuer ein Bett oben, da hier die Luft besser war.

Anja, zwei Hamburger und ich gingen uns das Kloster anschauen. Was nur mit Fuehrung ging, die auf spanisch war. Ich weiss nicht, vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber manchmal habe ich den Eindruck ich verstehe etwas.

Abends war ich in der Vesper. Diese wurde von den Moenchen singend abgehalten und das war sehr schoen. Anschliessend fand noch die Messe stand und als wir gehen wollten, schuettet es wie aus Eimern. Wir mussten um das Kloster herum, um an die Herberge zu kommen und waeren fuerchterlich nass geworden. Ein paar mutige liefen bzw. rannten los, andere blieben unter dem Vordach stehen. Ich gehoerte zu den letzteren. Nach 20 Minuten kam ein Moench und holte uns in die Kirche und wir folgten ihm. Durch mehrere Gaenge kamen wir an einer Tuer, die er uns aufschloss. Wir standen im Badezimmer der Herberge und waren trocken geblieben. Wir bedanken uns bei dem Moench, ich wollte ihm am liebsten um den Hals fallen, verwarf aber den Gedanken wieder ganz schnell. Anja sass total aufgeloest auf ihrem Bett. Sie rannte durch den Regen. Der Camino hat mich in 3 Tagen fertig gemacht, so ihre Worte. Ich bot ihr etwas von meiner Schokolade an und meinte, dass sie erstmal schlafen solle und morgen sehe die Welt schon wieder besser aus. Ich ging auch zu Bett, war immer noch so gluecklich darueber, dass der Moench uns den Weg hier her gezeigt hat und ich nicht durch den Regen musste.    

30.5.08 17:05
 


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