Mein Weg nach Santiago de Compostela
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28.5

Ich fuehlte mich wesentlich besser an diesem Morgen und in Ruhe startete ich in den Tag. Es regnete und ich beschloss, dass Tim Fischer wieder fuer mich singen sollte. Ich fuehlte mich trotz der Lieder nicht verantwortlich fuer den Regen. Es ging steil aufwaerts und ich kam schnell ausser Atem. Ein schlechtes Zeichen, dann laeuft man deutlich zu schnell. Ich verringerte mein Tempo und in La Laguna machte ich fuer ein zweites Fruehstueck halt. Es ging danach weiter bergauf und der Regen wurde immer staerker. Eine wirkliche Probe die mir da gestellt wird, dachte ich und lief weiter. Ich fuehlte mich gut und ziehe das durch, das ist fuer mich klar. Dicker Nebel verhinderte mir die sicht auf die umliegende Landschaft.Ich sah nur den Weg und dieser ging weiter nach oben. Ich erreichte das Dorf o Cebreio und das lag umhuellt von Nebel. Sah gespenstig aus. Hier in der Kirche wird der hl. Klech von Galicien aufbewahrt. Hier ereignete sich folgendes Wuder. Um 1300 soll ein fromer Bauer trotz Strums nach O Cebreio gegangen sei, um dort an der hl. Messe teil zu nehmen. Ein Moench fand diesen Aufwand als nicht angebracht. Nur wegen ein Stueck Brot und bisschen Wein. Daraufhin verwandelte sich die Hostie zu Fleisch und der Wein zu Blut.  In der Kirche angekommen konnte ich noch mitbekommen wie ein Priester am Altar, an dem dieser Klech aufbewahrt wird, die Gabenzubereitung zelebrierte - ganz alleine fuer sich. Ich schaute ihm dabei zu.

Das Dorf ist ein Museumsdorf geworden. Ich glaube hier gibt es kaum Einheimische mehr. Es gibt nur Bars, Laeden, Hostals und eine Herberge. Ich ging weiter und es sollte noch weiter nach oben gehen, zum Alton de Poio ca. 1300 m. Der Regen setzte mir ganz schoen zu und hoerte nicht auf. Der Weg ist stellenweise stark unter Wasser gesetzt und matschig. Ich erreichte das Dorf Hospital da Condesa und suchte die Bar des Dorfes auf. Setzte mich an die Theke, wie ich es fast immer machte und holte meinen Reisefuehrer aus der Tasche. (Kurzer Abscheif zum Thema Reisefuehrer: Viele Deutsche denen ich bisher begegnet bin, sprechen von diesem besagten Buch von ihrem Fuehrer. Das finde ich sehr daneben!) Na ja, auf jeden Fall stand neben mir ein Mann und sagte etwas auf spanisch zu mir und zeigte auf das Buch. Er sprach irgendwas von Foto und da kam es mir. Ich hatte ihn schon mal gesehen, in Reisefuehrer ist er abgelichtet. Ich lernte sozusagen eine echte Beruehmtheit kennen. Klasse!

Gestern ueberlegte ich, wem ich fuer was dankbar bin. Heute kreisten meine Gedanken, was ich meinen Menschen, die um mich herum sind, wuensche. Fuer was ich also bitten soll.

Triffnass kam ich i Fonfria an und hier war eine Herberge, obwohl diese nicht in meinem Buch vor kam (Ausgabe 2005 :-) Haette vielleicht daran denken sollen mir eine aktuelle Ausgabe vor der Reise zu kaufen). Ich beschloss hier zu bleiben, denn die Herberge machte einen guten Eindruck. Ich war ueberrascht, hier funktionierte die Heizung und alles scheint perfekt zu sein. Ich entschied mich meine Kleidung mal mit der Waschmaschine waschen zu lassen und anschliessend zu trocknen. Ich wusste zwar nicht ob das mein Pullover vertrug, wagte es doch. Muss ich vielleicht ab morgen bauchfrei Pilgern?

Am Abend sass ich mit der Koreanerin von gestern zusammen und schaute wo es die naechsten Tage hin geht. Wir hatten viel Spas zusammen und jede Menge zu lachen. Zu meiner Ueberraschung stellte ich fest, dass die Spanier auch Radler kennen. Das kostete ich natuerlich gleich aus.

Uebrigens, hat mein Pullover den Trockner gut ueberstanden.

30.5.08 16:20
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Volker (31.5.08 12:40)
Schätzechen! Bauchfrei nur mit dem passenden Täschchen und Stöckelschuhen! Ich glaube, das ist nicht das richtige Outfit für den Weg! ;-)

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