Mein Weg nach Santiago de Compostela
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27.5

Ein schlimmer Geruch weckte mich auf. 8 Menschen in einen kleinen Raum und kein Fenster geoeffnet - Schrecklich! Der erste ging und machte einen Krach. Es gibt hier Menschen die nehmenueberhaput kein Ruecksicht auf andere. Ich blieb noch liegen und wartete bis der Grossteil gegangen ist. Fuehlte mich ueberhaput nicht gut, meine Erkaeltung macht mir zu schaffen. Beim Laufen wurde es auch nicht besser, so lief ich exterm langsam. ICh schleppte mich eher, als ich ging. Ich musste ein Stueck an einer Schnellstrasse vorbei und das war wirklich seltsam. Dachte die ganze Zeit ich waere falsch, aber dann kam doch der gelbe Pfeil der mir die Richtung wies. Kam durch die Orte La Portela de Valcarce, Ambasmestas und in Vega de Valcarce machte ich Pause um einen Kaffee zu trinken und einen Bocadillo zu essen. Nach dieser Pause ging es mir deutlich besser und das Laufen machte auch wieder freude, denn entgegen aller Vorhersagen kam die Sonne raus. Beim Laufen musste ich an ein Telefonat von gestern denken und war sehr froh darueber. Es ist schoen Freunde zu haben di emich immer wieder zum Nachdenken anregen - Vielen Dank!

Heute lief ich und widmete diesen Tag dem Dank. Ueberlegte heute fuer wem ich was dankbar bin (Familie, Freunde, etc.) War sehr interessant dem mal nachzu spueren, sich mehrmals am Tag damit zu bescaeftigen. Traf Kristina von gerstern wieder, sie kommt aus Berlin und wir gingen ein Stuek gemeinsam. Wir liefen durch eine tolle Landschaft ud durch kleine Doerfer. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Es wurde immer steiler. Das waren die ersten Vorboten des O Cebreiro. Das Laufen strengte mich an, ich bin krank und das spuerte ich deutlich. Wie in Trance ging ich Schritt fuer Schritt und nach einer halben Stunde kam ich in La Faba an. Ich war fix und fertig und steuerte erstmal eine Bar an. Krisina, die sich vor dem Aufstieg von mir verabschiedete, sass rauchend bei einem Kaffee schon in der Bar. Ich warf mich auf einen Stuhl und rang nach Luft. "Ich kann nicht mehr weiter", so meine Worte. Es wird naemlich noch steiler und der Aufstieg ging ca. 2 Stunden. Das ist fuer mich heute zuviel, ich bleibe da, so meine Entscheidung. In La Faba wird die Herberge von ueberwiegend Deutschen freiwilligen gefuehrt und liegt neben der Kirch San Andres. Pilger aus Schwaben brauchen hier nichts zu bezahlen, wenn sie ein Geicht eines schwaebischen Dichters oder ein Lied vortragen koennen. Meine Version der schwaebischen Eisenbahn, wollte die Herbergsfrau nicht einmal anhoeren.

Am Abend war in der Kirche Friedensgebet und dafuer kam extra ein Moench angefahren. Zum Abschluss versammelten wir uns um den Altar und sollten uns zum Friedensgruss umarmen, jeder jeden. Eine Koreanerin und ich fanden das ziemlich lustig und umarten uns gleich mehrmals. Jedesmal lachten wir und es war sehr lusig. Wir sahen uns an diesem Abend noch ein paar mal in der Herberge und fingen staendig an zu lachen.

30.5.08 13:35
 


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