Mein Weg nach Santiago de Compostela
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3.5

Bisher die beste Nacht! Heute frueh ohne Hektik aufgebrochen. Es scheint ein schoener Tag zu werden. Ich weiss nicht wie lange ich laufen werde und wo ich Halt machen werde. Das wird sich zeigen. Musste heute beim Laufen ueber ein Gespraech von gestern nachdenken. Ich habe mich mit der Herbergsfrau ueber den Pilgerstrom unterhalten. Sie fand es in diesem Jahr sehr schlimm mir den Pilger und der Hats. Sie wuenscht sich mehr Gelassenheit und das doch jeder seinen eigenen Weg findet. Es sind viele "Hapespilger" unterwegs und das sei fuer den Weg nicht gut, meinte sie. Ich muss ihr recht gebe, wer nur das Buch gelesen hat und sich deshalb auf den Weg gemacht hat, der wird hoechstwahrscheinlich scheitern. Nicht falsch verstehen, ich finde das Buch gut. Habe es selbst gelesen, finde es aber nicht ausreichend fuer diesen Weg. Ich finde es gut, dass sovoele Pilger unterwegs sind. Egal aus welchen Gruenden auch immer. Wie sagte Roswitha einmal: "Lass sie doch alle gehen, zu sich selbst finden. Das macht uns doch alle besser und letztens die Welt" - Wie recht sie hat!

Ich lief heute sehr langsam, so empfand ich das jedenfalls. Jedoch ging es gut, ich dachte gar nicht daran schneller zu laufen. Die Beine geben das Tempo an und nicht der Kopf.

Es sind schon viele Pilger unterwegs, was allerdings seltsam ist das es trotzdem immer wieder Momente gibt, in denen man ganz fuer sich ist. Seltsam! In solchen Momenten arbeitet es sehr in einem, ich merke das emotional. Gedanken schiessen durch den Kopf und Gefuehle kommen in einem hoch. Das anzunehmen kostet kraft. Am Ende eines Tages ist man koeperlich und emotional muede. Man lernt immer wieder neue Leute kennen und die loesen etwas in einem aus, ob man will oder nicht. Sie fragen nicht danach.

Nach einer laengeren Pause unter einem Olivenbaum kam ich in Azofra an. Ein kleinens Doerfchen mit netten Leuten. Auf diesen Weg gruesst dich ein jeder un dalle scheinen gut gelaunt zu sein. Hier gab es eine groessere Herberge. Und was toll war, sie hatte 2 Bett Zimmer, ein totaler Luxus. Ich bekam Zimmer nr. 8 und war gespannt mit wem ich das Zimmer teilen werde. Am Nachmittag traf ich Sabine wieder und ich lud sie zum Essen ein.

Am Abend war auf dem Dorf ein Fest, ich konnte nicht feststellen was sie feierten. Alle Pilger waren dazu eingeladen. Sie holten Tische und stellten diese in mitten des Dorfplatzes und decken Wurst, Kaese, Chips und Wein auf. Fuer mich sehr bewegende Szenen spieleten sich ab. Aeltere und juengere Menschen feierten zusammen und ich mitten drin. Alle waren foehlich und unterhielten sich mit einem. ICh versatnd kein Wort, aber das war egal, wir lachten zusammen und verstanden uns. Diese Foehlichkeit und Hilfsbereitschaft, unglaublich!

6.5.08 20:55
 


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