Mein Weg nach Santiago de Compostela
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Umzug neuer Blog

Hallo,

musste leider mein bisherigen Blog aufgeben und habe hier eine neue Heimat für meine Aufzeichnung zum Jakobsweg gefunden. Meine bisherigen Beiträge möchte ich kurz hier wiedergeben, damit sie nicht verloren gehen.

20.Mär.2007

Warum bloß dieser Weg?

Die Frage wird immer häufiger an mich gestellt und zeizweise bin ich es selbst der mir diese Frage stellt. Warum bloß dieser Weg? Über die Sehnsucht habe ich schon in vorherigen Eintragungen geschrieben, aber was ist denn das für eine Sehnsucht?

Sucht? Suche? Sehnen? Sehen?

Sehen, ja ich glaube es geht auch um das. Ich möchte sehen, erleben, spüren, leiden und mich freuen. Über alles was dieser Weg mir bietet und schenkt. Ich habe da immer eine Aussage im Ohr, die da heißt, jeder der den Weg geht kommt alles ein anderer zurück! Will ich etwa jemand anderes sein? Mein bisheriges Leben verlief, na ja wie soll ich es beschreiben, normal bis leicht verrückt. Über die Jahre baut man sich vieles auf, sei es beruflich, privat oder aber auch Eigenschaften. An diesen hat man Jahre lang gefeilt und sich darin geübt und dadurch gefestigt. Viele sind gute Eigenschaften, also Eigenschaften die einen neue Möglichkeiten verschaffen. Andere sind dagegen welche die einen im Leben zusätzliche Steine in den Weg legen. Diese behindern weitere Entwicklungen. Oh je, jetzt wird es sehr verkopft…Mir geht es im Grunde darum, mich mit mir selbst auseinander zu setzen und mir über mein bisheriges Leben Gedanken zumachen und dazu gehören auch Gedanken zu den persönlichen Eigenschaften. Durch diesen Weg bekomme ich Antworten auf die Fragen die mich beschäftigen. Oft sind es Fragen zu meiner Person und ich glaube das die Antworten mich beeinflussen werden und da komme ich auf den Spruch zurück, ja der Weg macht was mit den Personen die diesen gehen, er verändert. Diese Veränderungen passieren durch Gottes hilfe, den er tut Wunder! Hape stellt sich zum Schluß seines Buches die Frage wo eigentlich Gott war oder wo er ihn begegnet ist?

Er stellte fest, dass Gott ihn den ganzen Weg über begleitet hat.

24.Jan.2007

Was bewegt mich den Jakobsweg zu gehen? Mit dieser Frage muss sich ein jeder beschäftigen der sich auf den Weg macht. Ich habe ja schon mal über die Sehnsucht geschrieben, die dieser Weg in mir geweckt hat. Darüber hinaus ist das eine ganz persönliche Auseinandersetzung mit einem selbst und dieser Weg stellt eine persönliche Herausforderungen dar. Ich möchte mir diesen Weg gönnen! Das klingt jetzt vielleicht komisch, da man sich normalerweise ein Glas Rotwein gönnt und nicht ca. 750 km Fussmarsch. Aber es geht um mehr!

Ich glaube das der Weg einem selbst Fragen stellt. Möchte nicht den Anschein erwecken das ich mir von dem Weg erhoffe ein besserer Mensch zu werden, das ist mein tägliches bestreben. Nein, in mir ruft der Weg und ich weiß das ich ihn gehen muss oder besser gesagt, das der Weg mit mir geht!

Natürlich möchte ich durch den Weg auch meine Beziehung zu Gott vertiefen, es ist einer der besonderen Pilgerwege. Also geht es mir auch um eine Glaubensauseinandersetzung. Nicht das ich zweifel im Glauben habe, mir geht es um Begegnung mit Gott und ich glaube das die Pilgerreise sehr gut geeignet ist, schon allein wegen der länge der Strecke und die Zeit die man mit sich selbst verbringt.

16.Jan.2007

Möchte heute mal über meine Geschichte, d.h. wie kam ich zum Jakobsweg, erzählen….Also ich glaube es war ungefähr vor 6 oder 7 Jahren als ich vom Jakobsweg erfahren habe. Ein bekannter meiner damaligen Freundin hat sich damals auf dem Weg nach Santiago gemacht. Irgendwie fand ich das zunächst etwas abgefahrn jedoch hat es mich auch durchaus neugierig gemacht. Beschäftigte mich hin und wieder mal mit den Weg des hl. Apostel Jakobus und seit ca. 3 Jahren wurde das Interesse immer mehr. Heute weiß ich das es nicht nur Interesse ist, sondern das daraus schon lange eine Sehnsucht geworden ist. Wonach? Das bleibt erstmal offen….

Habe mich mit etlichen Büchern über diesen Weg beschäftigt, sogar mit Hapes Buch. Ich war diesem Buch nicht besonders angetan als es raus kam, da ich irgendwie bedenken hatte das Hape vielleicht im Buch beschreibt wie die Leute in Spanien auf Horst Schlämmer reagieren. Nicht das ich Horts Schlämmer nicht mag, doch ich kann sehr darüber lachen, aber in Verbindung mit dem Jakobsweg fand ich diese Vorstellung befremdet. Mein bester Freund (Volker) schenkte mir das Buch und ich habe es verschlungen und hätte am liebsten Hape selbst angerufen und ihn gefragt ob er mit mir den Weg nochmal geht.

Das beste Buch was ich als Roman über den Weg gelesen habe, war das von Paulo Coelho. Besonders die persönliche Auseinandersetzung auf seinem Weg nach Santiago hat mir sehr gefallen.

So, das solls mal für heute sein, mehr gibts in der nächsten Erklärung

5.4.08 20:18


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Pilgerausweis

Oktober 21, 2007

Nun habe ich ihn, mein Pilgerausweis. Bin ab sofort ein Pilger, auf dem Weg nach Santiago de Compostela. 

Habe den Ausweis bei der Deutschen St. Jakbobus-Gesellschaft in Aachen beantragt.
www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de - Sehr gute Seite über den Jakobsweg

Eigentlich war es nicht schwierig an diesen Ausweis ran zu kommen. Auf der Homepage kann man ein Formular herunterladen und ausgefüllt nach Aachen schicken. Neben den Angaben zur Person und den Beweggründen, muss man sich überlegen von wo aus man starten will, ob zu Fuss (a pie), mit dem Fahrrad (en bicicleta) oder mit dem Pferd (a caballo). Ich habe mich, da ich kein Pferd habe, mich für die Fußvariante entschieden und starte am 28.04.08 von St. Jean Pied de Port aus. Ich werde die ca. 800 km gehen, obwohl ja der Weg offizell als gepilgert gilt, wenn man die letzten 100 km vor Compostela geht oder die letzten 200 km mit dem Rad oder per Pferd. Mit der Frage wie komme ich nach St. Jean und wie sieht es mit den weiteren Vorbereitungen aus, werde ich das nächste mal berichten.

5.4.08 20:20


Jakobus der Älteste

Oktober 31, 2007

Jakobus war einer der ersten Jünger Jesu, der nach biblischer Überlieferung im Jahr 44 in Jerusalem den Märtyrertod erlitt (Apo 12,2). Der Legende nach soll er vorher in Spanien gewirkt haben, weshalb er dort bestattet worden sei. Aber erst im 9. Jahrhundert entwickelte sich der Kult um sein Grab, das in der Folge zum Ziel zahlreicher Pilger wurde. Das ursprüngliche und im Mittelalter wichtigste Motiv, die Verehrung der Reliquien des heiligen Jakobus am Ziel des Weges, ist heute zurückgetreten. Für den heutigen Pilger steht der Weg selbst im Vordergrund. (Benedikt Ambacher)

5.4.08 20:22


Letze Vorbereitungen

So, der letzte Eintrag liegt nun schon eine Weile zurück. Irgendwie, bin ich in der letzten Zeit nicht dazu gekommen mehr über die Vorbereitungen zu schreiben - Hat sich auch viel getan im letzten halben Jahr. Schon in drei Wochen bin ich in Frankreich! Wow, jetzt gehts los......

Werde am 26.4. nach Pamplona fliegen und von dort aus weiter nach Saint Jean pied de Port, was übrigends nicht so leicht ist...Werde von Pamplona mit einem Nachtbus nach Bayonne fahren und am Sonntag geht von dort ein Bummelzug nach Saint Jean...Also, nach meiner Planung bin ich am Montag, 28.4. auf dem Jakobsweg unterwegs....Kanns i-wie noch gar nicht richtig glauben...und langsam macht sich neben der Freude, auch ein bißchen bedenken auf. Vielleicht nicht wirklich die Zeit um sich nochmal zu überlegen, ob man den Weg geht oder nicht. Es ist eher so, dass ich mir nicht so richtig vorstellen kann wie es dann wirklich wird auf dem Weg. DIE FREUDE ÜBERWIEGT!

Die letzte Zeit verbrachte ich damit, meine Schuhe einzulaufen und mich ans Laufen zu gewöhnen. Nach etlichen Wadenkrämpfe, wurde mir bewußt, dass sich jahrlanges nichts-tun körperlich rächt. Und ich glaube, dass ich körperlich sehr an meine Grenzen komme. Aber, DIE FREUDE ÜBERWIEGT!   

6.4.08 12:49


Kurz vor dem Aufbruch....

....also, nächsten Samstag gehts los! Meine Sachen, die ich so für die Pilgerreise brauchen, sind alle besorgt. Vielleicht fehlt noch was, aber ich hab ja noch ein paar Tage um den Rest zu besorgen. Ich muss mich nun damit beschäftigen, welche Kleidung ich mitnehme, d.h. welche T-shirt kann ich 6 Wochen (oder länger) sehen und tragen.

Wichtige Entscheidungen stehen an!

Ich möchte jetzt nicht damit langweilen, meine Packliste komplett hier aufzuführen, nur einige Besonderheiten - ich werde meinen MP3-Player mitnehmen, auf Musik kann ich so schlecht verzichten. Dann nehme ich ein paar Exerzitienanleitungen mit, Exerzitien sind geistliche Übungen (ich werde später darüber noch mehr schreiben). Ich werde versuchen mich mit meiner Kleidung und Pflege- bzw. Hygieneartikel zurückzuhalten, es nicht zu übertreiben und nur das nötigste mitnehmen. Foto und Notizbuch gehören ebenfalls dazu und einen Stein für das Cruz de Ferro (Einsenkreuz).   

 

Auf einem 5m hohen Holzmast ist ein Einsenkreuz befestigt und nach einer Pilgertradition nimmt man von zu Hause einen Stein mit, um ihn hier abzulegen. Der Stein soll für etwas stehn, dass man für immer ablegen möchte. Schuld, Buße, Wünsche und Hoffnung....etc. Manche Pilger schreiben die persönliche Bedeutung auf die Steine. Natürlich nehme ich auch eine Jakobsmuschel mit. Die Jakobsmuschel ist das Erkennungszeichen eines Pilgers.

Am kommenden Donnerstag bekomme ich von meinem Pfarrer der katholischen Gemeinde den Pilgersegen. Ein besonderer Moment für mich! Ich habe ja schon mal geschreiben, dass für mich die Reise auch eine Begegnung mit Gott wird. Ich möchte mich bewußt darauf einlassen und will die Stimme Gottes folgen. Ich weiß, dass die Reise unter Gottes Schutz steht und er mich bis nach Santiago führt und schützt. Durch den Weg möchte ich zum Ausdruck bringen was ich fühle und was ich bisher in meinem Leben erfahren und getan habe. Dazu gehören Gute und auch schlechte Dinge. Ich glaube und hoffe auf Veränderung. Veränderungen durch Gott.

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einen Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!                                                          Jesaja 65,1

Wenn ihr mich (Gott) sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht.                       Jeremia 29,13

   

  

 

20.4.08 20:36


Pilgersegen und Abschied

Heute bekam ich den Pilgersegen meiner Gemeinde. Ein sehr schöner und bewegender Moment für mich. Zwar habe ich schon seit einiger Zeit das Gefühl auf dem Weg zu sein, aber seit heute steht der Weg unter Gottes Segen. Nach dem Segen und einem netten Gespräch mit meinen Pfarrer erhielt ich noch einen Stempel in meinem Pilgerausweis.

Die Zeit des Abschieds rückt immer näher. Heute wurde ich von meiner Familie und Freunde überrascht. Sie haben eine kleine Feier für mich veranstaltet. Haben sich sehr viel Mühe und Gedanken gemacht. Das hat mich sehr bewegt, war fast nicht auszuhalten. Ich bin so dankbar dafür, dass ich so liebe Menschen um mich habe. Das in meiner Familie und Freundeskreis Zusammenhalt und Liebe an erster Stelle steht. In der letzten Zeit hatte ich tiefe Rückschläge zu verkraften. Habe sogar überlegt den Weg nicht zu gehn. Ihr, ward da und von Euch hab ich Rückhalt und Zuspruch bekommen. Danke! In meinem Herzen habe ich Euch alle mit auf dem Weg dabei. 

Die Tage waren durch Abschied gekennzeichnet. Abschied für eine lange Zeit. Die Gewohnheiten sei es in der Familie oder auch bei den Freunden wird mir bestimmt fehlen. Um die Erfahrungen auf dem Jakobsweg machen zu können, ist das alles jedoch notwendig. Mich beruhigt das Wissen, der Liebe meiner Familie und Freunde. Das ist mein letzer Eintrag hier aus Deutschland, am Samstag geht mein Flieger und morgen werden ich meine Sachen packen. Die Reise beginnt - Buen Camino     

24.4.08 22:46


Auf dem Weg

26.04.08 

Bin seit heute in Pamplona. Endlich! Auf dem Flug traf ich auf Sabine aus der Naehe von Muenchen, wir teilten uns das Taxi in die Stadt. Sie wollte in die Herberge und ich weiter zum Bahnhof. Musste leider dort und spaeter am Busbahnhof feststellen, dass es gar nicht so leicht ist von dort nach Saint Jean pied de port zu kommen. Alles erschien mir so kompliziert zu sein. Haette mit einen Bus weiter fahren koennen, nach San Sebastian und von dort aus mit der Bahn weiter. Haette bedeutet, dass ich erst am Montag oder gar Dienstag in Saint Jean eintreffe. In Pamplona sah ich viele Pilger und ich konnte nicht warten, so entschloss ich mich von dort am naechsten Tag zu starten. Wuerde ich das bereuen? Irgendwie schon, aber ich kann den Weg von Saint Jean nach Pamplona noch nachholen. Ein neues Ziel, vielleicht fuer spaeter....

28.4.08 18:49


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